Grünland

    Heuwerbung mit Warmluft-Trocknung: Lohnt sich das?

    7 Min. Lesezeit

    Wer Heu macht, weiß: Drei trockene Tage am Stück sind im voralpinen Klima keine Selbstverständlichkeit. Eine stationäre Heutrocknung mit Warmluft löst dieses Wetterproblem – und nutzt nebenbei die Abwärme der Biogasanlage sinnvoll.

    Das Prinzip: kurz auf der Wiese, fertig im Stadl

    Statt das Heu drei bis vier Tage auf der Wiese zu lassen, wird es bereits bei 50–60 % Trockenmasse einfahren. Die Endtrocknung übernimmt eine Belüftungsanlage im Heustock – mit warmer Luft aus dem Wärmetauscher des BHKW.

    Die Folge: deutlich weniger Bröckelverluste, kein Auswaschen wertvoller Inhaltsstoffe durch Regen, Top-Eiweißgehalte und ein Heu, das selbst hochleistende Tiere ohne Silage versorgen kann.

    Warum Abwärme den Unterschied macht

    Eine reine Strom-betriebene Heutrocknung wäre wirtschaftlich kaum darstellbar. Erst die ohnehin anfallende BHKW-Abwärme macht das System rentabel. Die Wärme würde sonst ungenutzt verpuffen – jetzt veredelt sie das wichtigste Grundfutter des Hofes.

    Tiefergehende Fragen zu diesem Thema? Markus Jehle berät landwirtschaftliche Betriebe auch persönlich – praxisnah, von Landwirt zu Landwirt.

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