Betriebssicherheit!

Es ist uns sehr wichtig unsere Biogasanlage betriebssicher zu betreiben, deswegen besuchen wir regelmäßig wichtige Schulungen und lassen gewissenhaft wiederkehrende Prüfungen in den vorgeschriebenen Intervallen mit den erforderlichen Inhalten durchführen. Dies wird auch vom Gesetzgeber in der Betriebssicherheitsverordnung gefordert.

Dabei geht es zum einen um die technische Sicherheit, also die Anlagensicherheit, die die Themen Brandschutz, elektrische Anlagen und Explosionschutz beinhaltet, zum anderen aber auch um die organisatorische Sicherheit, also die Arbeitssicherheit mit den Themen Gefährungsbeurteilung, Gefahrstoffverzeichnis, Mitarbeiterunterweisung und Betriebsanweisung.

Um unsere Anlage täglich zu überwachen, sind wir nicht nur persönlich vor Ort, wir haben auch online Zugriff auf die wichtigsten Parameter der Biogasanlage. Wir werden beispielsweise auch zu jeder Tages- und Nachtzeit auf dem Handy alarmiert, wenn einer unserer Motoren ausfällt. Zur Arbeitsroutine gehört auch unser Betriebstagebuch in dem wir täglich 69 Parameter überwachen und dokumentieren um frühzeitig Veränderungen erkennen zu können.

In den ersten 2 Monaten dieses Jahres wurde bei uns bereits durch eine Gutachterin eine vorgeschriebene, wiederkehrende Prüfung der Gaswarn- und Lüftungsanlage des BHKW-Raumes durchgeführt. Dabei wird mit Prüfgas und Prüfrauch getestet ob Gaswarnmelder und Rauchmelder ansprechen und die Sicherheitskette gemäß den Vorschriften ausgelöst wird.

Im Februar 2019 haben wir gemeinsam mit dem Sachverständigen und Gutachter Anselm Lenz, Firma Exacon aus Markdorf und der Freiwilligen Feuerwehr Wolketsweiler eine Veranstaltung zum Thema Brandschutz auf Biogasanlagen abgehalten.

Aktuell hat Markus die TRGS-Schulung (Technische Regel für Gefahrstoffe) absolviert, die alle 4 Jahre aufgefrischt werden muss. Ausserdem haben wir eine Feurlöscherprüfung organisiert und die Berufsgenossenschaft hat unseren Betrieb kürzlich auch genau unter die Lupe genommen. Die BG schaut sich dann zum Beispiel auch an ob Haltegriffe an Leitern vorhanden sind oder alle vorgesehenen Schutzvorrichtungen an Maschinen vorhanden sind.

 

 

 

 

 

 

Wartungsarbeiten an der Biogasanlage beendet

Spannende Tage liegen hinter uns:

Wir haben den Fermenter unserer Biogasanlage geleert und einige Wartungsarbeiten durchgeführt. Der Winter und damit auch die Heizperiode stehen bevor und wir haben die Bedingungen für unsere fleissigen Mitarbeiter, die methanbildenden Mikroorganismen, weiter optimiert.

In unserem überdimensionalen Mixbehälter war am Rührwerk ein Paddel abgebrochen. Dieses wurde ersetzt und es wurde auch noch ein fünftes Rührpaddel angebracht, damit die organische Masse im Fermenter immer homogen verteilt bleibt.

Außerdem haben wir noch weitere Heizschlangen angebracht um den Fermenter mit Hilfe der Fußbodenheizung besser warm halten zu können, denn unsere Bakterien benötigen ja eine gleichmäßig warme Temperaturspanne um optimal arbeiten zu können.

Um aber während der Arbeiten weiter Strom produzieren zu können und Wärme, bzw. warmes Wasser für unsere Haushalte zur Verfügung zu haben, mussten die Bedingungen im zweiten Behälter, dem Nachgärer optimal sein, damit genügend Biogas von ausreichender Qualität für den Weiterbetrieb der Motoren zur Verfügung stand. Das war eine Herausforderung, die wir aber sehr gut gemeistert haben. Nach Beendigung der Arbeiten im Fermenter wurde dieser wieder mit Rindergülle, Biogassubstrat aus dem Nachgärer und Biogassubstrat aus einer anderen Biogasanlage befüllt. Es dauert nun eine Weile bis sich wieder optimale Bedingungen einstellen, aber die Gasqualität war gleich zu Beginn recht gut und die Motoren sind ohne Störung gelaufen.